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Fischer & GeserichReal Estate

Immobilienlexikon · Kapitalanlage

Bruttomietrendite

Jahresnettokaltmiete geteilt durch Kaufpreis.

Einordnung

Die Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Kosten des Eigentümers, Kaufnebenkosten und Finanzierung bleiben außen vor. Sie ist der Kehrwert des Kaufpreisfaktors: 4 % brutto entsprechen Faktor 25.1

Finanztip nutzt die Bruttomietrendite als groben Filter, um uninteressante Objekte auszusortieren. Eine gute Mietrendite beginnt nach Finanztip-Einschätzung bei 4 % brutto; das ist die Schwelle, ab der sich ein näherer Blick lohnt. In kleineren Städten oder ländlichen Regionen sind laut Finanztip 5 bis 7 % möglich, bei geringerer Wertsteigerung und höherem Vermietungsrisiko.1

Eine hohe Bruttorendite kann durch nicht umlagefähige Kosten, Capex, ungünstige Finanzierung oder schwache Vermietbarkeit schnell relativiert werden.2 Deshalb gehören Brutto- und Nettomietrendite zusammen: Die eine eignet sich zum schnellen Vergleich, die andere zeigt, was nach Kosten bleibt.

Rechenlogik

Bruttomietrendite = Jahresnettokaltmiete / Kaufpreis × 100

Beispiel

Angenommen, Sie kaufen eine vermietete Wohnung im Berliner Umland, etwa in Bernau: 65 m², Baujahr 1995, 9 € Kaltmiete je m², also 585 € im Monat und 7.020 € im Jahr, für 160.000 €. Die Bruttomietrendite liegt bei 4,39 %.

Nach Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfall und mit den Kaufnebenkosten bleiben netto 3,25 % (siehe Nettomietrendite). Kostet dieselbe Wohnung 150.000 €, sind es brutto 4,68 %, bei 170.000 € 4,13 %.

Was es für Käufer heißt

Prüfen Sie, welche Miete einer angegebenen Rendite zugrunde liegt: die Miete aus dem bestehenden Mietvertrag oder eine erhoffte. F&G betrachtet Ist- und Soll-Miete getrennt.2 Fragen Sie außerdem, ob Leerstand, Mietrückstände oder befristete Nachlässe bestehen.

Was es für Anleger heißt

Welche Rendite für Sie gut ist, hängt laut Finanztip von Lage, Immobilientyp und Ihren Zielen ab. In Großstädten sind hohe Mietrenditen selten; dafür kann die Wertsteigerung höher ausfallen, und das Leerstandsrisiko ist meist geringer.1 Für Ihre Rechnung kommen Zins, Eigenkapital und Steuer dazu. Rechnen Sie deshalb Rendite, Cashflow und mögliche Wertentwicklung zusammen.

Quellen und Rechtsgrundlagen

  1. Finanztip: Mietrendite berechnen · Stand 01.04.2026
  2. Fischer & Geserich: Ankaufsberatung · abgerufen 27.10.2026

Stand 27.10.2026. Der Eintrag erklärt den Begriff allgemein; er ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Finanzierungsberatung im Einzelfall.

Was das für Ihr Vorhaben bedeutet, klären wir gemeinsam

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Lennart Geserich · Head of Sales & Vermietung · Profil

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